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Damen der Gesellschaft von
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Irgendwann ist der Lack ab
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Regie: Adriana Altaras
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Schön, schlank, jung und reich - wer wäre das nicht gerne. Die so genannten "Damen der Gesellschaft" oder wie immer man die VIP`s nennen mag, mühen sich redlich, diese Güter entweder zu erwerben oder zu behalten. Dabei leben sie hier wie Hennen im Käfig, der, vergoldet zwar, dennoch recht unangenehm ist. Denn ihre Freiheit wird mächtig eingeengt von der Sorge um die Treue ihrer Ehegatten, damit auch um den Verlust ihres Luxus und ihrer kostspielig aufrecht erhaltenen Jugend; im psychotischen Gefolge die ständige Angst, nicht mehr attraktiv zu sein. Arme Gesellschaft - dieses Bild ist nicht so neu, auch, wenn es jetzt im Gorki von Adriana Altaras frisch und froh mit tausend und einem Gags angepasst worden ist und allerlei Assoziationen zur Berliner Szene freisetzt, wie sie sensationslüstern in Boulevardblättern gespiegelt wird.Clare Boothe Luce schrieb dieses flotte Persiflage bereits 1936 über die glamouröse Welt der Frauen. Komisch, bissig, aber nicht ohne Mitgefühl skizzierte sie ein Bild der "upper class", von der auch heute noch die bunten Blätter leben. Das Stück wurde bereits zweimal verfilmt und ist ein Paradestück für schillerndes Schauspiel. Dass es in der Gorki- Bühnenversion letzthin langatmig und leider zunehmend auch langweilig wirkt, mag daran liegen, das sich nur ein kleiner Handlungsbogen spannt, dieser aber ebenso wenig ausreicht, Spannung zu erzeugen wie der geistlose Klatsch, mit dem sich die Dämchen die lang werdende Zeit im Kosmetiksalon, bei Friseur und Shopping vertreiben. Christoph Schubiger hat dazu ein in hellen Farben gehaltenes Bühnenbild gebaut, das im Salon einer herrschaftlichen Villa und auf der geschwungenen Treppe zu den oberen Räumen eine Menge Spielraum bietet. Als Komikerinnen unübertroffen hacken sich Ursula Werner als mannstolle Gräfin, Désirée Nick als Oberzicke und Margarita Broich als Gebärmaschine in den Vordergrund, umflattert von gleichwertig-bösartig pickenden Artgenossinnen, insgesamt 12 an der Zahl. Mit darstellerischer Ernsthaftigkeit schwebt gleichsam über allen Katja Riemann als liebenswertes, jäh aus der so gesichert erscheinenden Ehebahn geworfenes Weibchen, das zunehmend und glaubhaft an Selbstbewusstsein und Sympathie gewinnt. Ansonsten: ein Hackvergnügen unter Hennen... A.C. |