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Der Meister und Margarita von
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Wenn der Teufel selbst auftritt... |
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Ein Spiel mit Menschen und Puppen in der Mit Schülerinnen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch
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Fünf Spielerinnen der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", Abteilung Puppenspiel, rekonstruieren den Fall "Margarita". Eine verkauft sich dem Satan verkauft, um ihren "Meister" und sein Werk zu retten. Michail Bulgakov hat diesen absonderlichen Roman auf viele zeitliche und thematische Ebenen gestellt. Er schrieb daran von 1927 bis zu seinem Lebensende 1940 - die Veröffentlichung 1967 hat er nicht mehr erlebt. Ein Schriftsteller, der die Grenzen des Erlaubten im hochstalinistischen Russland zu sprengen wagte - im Roman und in der Wirklichkeit. Wie aber ist einem solchen Werk, das mit einer schier unendlichen Phantasie die Thematik fundamentaler Weltanschauungen, die Problematik von Christentum und Atheismus, die Frage der alle Ketten sprengenden wahrhaftigen Liebe so abenteuerlich miteinander verquickt, beizukommen? Wie ist so ein Roman zu dramatisieren? Innerhalb eines halben Jahres konnte man in Berlin gleich zwei Versionen von "Der Meister und Margarita" erleben: Oskaras Korsunovas Theater aus Vilnius präsentierte im Hebbel Theater "Der Meister und Margarita" in litauischer Sprache mit deutschen Untertiteln in der Bühnenbearbeitung von Sigitas Parulskis in einer kunst- und lustvollen Inszenierung. Die jungen Puppenspielerinnen von "Ernst
Busch" ließen jetzt eine Fülle von szenischen Einfällen auf der kleinen
Bühne der Schaubude mit so viel Liebe und Einfühlungsvermögen transparent werden. Es schien, als ob sie gleichsam alle selbst die unerschrockene "Margarita" seien, die sich in eine Hexe verwandelt und es mit dem Teufel selbst aufnimmt, um ihren geliebten Meister und sein Werk zu retten. Dazu dienten ihnen nicht nur ihre eigene schauspielerische Persönlichkeit, sondern abwechselnd eine Handvoll skurriler Handpuppen, sowie ein Schatten-und Figurentheater, das die zentrale Szene des Buches - die Begegnung Jesus Christus mit Pilatus - im gelesenen Text hervorzuheben bemüht ist. Als einziges Bühnenrequisit ist lediglich ein runder Tisch vonnöten. Dass die Phantasie hier Flügel bekommt, ist ein Verdienst des Meisters und seiner Schülerinnen. A.C.
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