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Improtheater Paula P. Eine Kostprobe in der "Götterspeise"...
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Ein Spiel, das nie zuende geht Geschichten von und mit der Berliner Improtruppe Paula P.
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Ein Spiel, das nie zuende geht - so schrieb ich damals im Jahr 2004; das Spiel dieser Gruppe ist seit langem aus; aber die Darsteller fanden sich neuen Formationen zusammen und proben weiterhin die spontane Ausformung von Begriffen und Worten. .. .mit Camilla Elisabeth Bergmann; Dan Richter; Steffi Winny und Christopher Noodt am Klavier Mittwochs in der "Knorre" (Friedrichshain) Dienstags in der "Scheinbar" (Schöneberg außerdem im Dunkelrestaurant
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Zunächst was ist Improtheater? Improvisation ist alles - obwohl die 13 Mitwirkenden der Truppe schon eine regelrechte Schulung bei den "Gorillas" absolviert haben und obwohl sie sicher sein müssen in Mimik, Maske, Darstellung, Gesang, vor allem aber in der blitzschnellen, wortwitzigen Reaktion. Aber nichts ist vorher geprobt, alle Szenen entstehen spontan; und die Darsteller müssen flink sein, wenn sie auf die Vorgabe des Publikums im Einzelnen reagieren, und sie müssen vor allem im Zusammenspiel miteinander harmonieren. Das allein ist schon eine beachtliche Leistung. Kommen dann noch geistreiche Einfälle, spielerischer Fluss und treffsichere Pointen hinzu, ist ein kleines Kunstwerk entstanden - wie eine Seifenblase wallt es schillernd auf, wird immer größer, formschöner und farbenprächtiger, bis es seine optimale Ausdehnung erreicht hat - um dann seinen Zauber wieder erlöschen zu lassen. So ist das Improspiel - nichts wird festgehalten; vielleicht wird die eine oder andere Szene aus der Erinnerung später rekapituliert, aufgearbeitet und resümiert - für ein nächstes Mal. Aber das sieht dann schon wieder ganz anders aus; deshalb ist jede Vorstellung neu und voller Überraschungen sowohl für den Zuschauer als auch für die Darsteller, die in der Regel auch in ihrer Zusammensetzung wechseln, und sich damit immer wieder neu aufeinander und auf die Ideen des Publikums einstellen müssen. Für Freizeit-Schauspieler, die zwar alle irgendetwas vom Fach studieren, aber bis auf den bereits arrivierten Christopher Noodt noch keine Profis sind, eine enorme Anforderung. Und was macht man beim Improtheater? Der Pianist spielt zugleich den Entertainer und fordert sein Publikum auf, einen Begriff, einen Namen, eine Farbe, einen Titel zu nennen - und dann müssen die Darsteller (nach einem nur fünf Sekunden währenden count down) bereits reagieren und mit ihrer Geschichte beginnen. Meistens gehört auch eine kleine Oper oder ein Musical mit zum Spontanprogramm, das die Erfindung von Arien und Rezitativen ebenso mit einschließt wie eine Schlagerparty, die einen Gast aus einem Land dieser Erde vorzustellen hat. Und der Schlagerstar kann natürlich kein Wort Deutsch, so dass ihn erst jemand übersetzen muss. Wer spricht schon lettisch oder kongolesisch oder die Mundart der Aleuten-Einwohner? Wie soll der song übrigens heißen, der da zum erfundenen Vortrag kommt? Auch das bestimmt das Publikum. Nicht alle Abende verlaufen vergnüglich - oft auch, je nach Stimmung und Form, gibt es daneben besinnliche "Produktionen", die berühren und betroffen machen. A.C. |