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33 Variationen
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Wenn ein Genie sich dem Banalen nähert
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mit: Rosel Zech, Anne Berg, Simon Zigah/Patrick Abozen, Ralpf Morgenstern, Robert Galinowski, Anna Franziska Srna Am Flügel: Soo Jin Anjou/Maria Rumyantseva
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Zum Autor: Moisés Kaufmann , geboren 1963 in Caracas, Venezuela, lebt seit 1987 als Autor und Regisseur in New York. Vielfach ausgezeichnet und prämiert wurde er in beiden Bereichen, sein erstes Stück "Unzucht - Die drei Prozesse des Oscar Wilde" und das "Laramie Projekt" (Ein altes und immer wieder aktuelles Thema: wie Intoleranz und Vorurteile zu einer Katastrophe führen können) machten ihn bekannt und berühmt. Am Renaissance Theater wurde mit großer Resonanz seine Inszenierung der Biografie der Charlotte von Mahlsdorf "Ich mach ja doch, was ich will" von Doug Wrights aufgeführt - mit dem hervorragenden Dominique Horwitz in der Rolle der originellen Charlotte. Mit "33 Variationen" hat er sich jetzt als Autor auf das tückische Feld des biografischen Schauspiels gewagt. Zum Stück: Zur Inszenierung: Wie immer fasziniert die zweckmäßig ansprechende Ausrichtung des Bühnenbildes auf dem engsten Theaterraum der Stadt. Zunächst zeigt sich nur ein fast leerer Raum mit hölzernen Seitentüren, die sich entweder für den Auftritt der Darsteller öffnen oder verborgene Bücher der Bibliothek zu neuem Leben erwecken. Im Vordergrund geben einige Treppenstufen die Möglichkeit, parallel auf zwei Ebenen und in zwei Zeiten zu spielen. Und seitlich begleiten am Flügel zwei Pianistinnen im abendlichen Wechsel das Spiel mit eben jenen Variationen, wenn sich ihr Thema den Ereignissen und Gesprächen auf der Bühnen nähert. Wir sehen Robert Gallinowski, dem das Regiekonzept des Deutschen Theaters, auf dem er lange Zeit zu sehen war, wohl zu eng geworden ist: Hier kann er sowohl als knurriger und später auch schon mal etwas freundlicherer Beethoven mit wilder weißem Haarschopf und verkniffenem Blick ein überzeugendes Konterfei des eigenbrötlerischen Komponisten zeigen; und auch in der Rolle als dessen Biograf und Sekretär Anton Schindler (1871-1851), ein beachteter Komponist, Schüler von Joseph Haydn und Orchesterdirektor am Josephstädter Theater, zeigt sich Gallinowski als duldsamer Gefährte, immun gegen die Beleidigungen und Ausfälle seines Meisters. Er wird es nichtleid, immer wieder zwischen dem Drängen des Verleger und dem Anspruch Beethovens diplomatisch zu vermitteln. Als Schindler allerdings kommt Gallinowski fast ein bisschen zu lässig und nonchalant herüber. Die skurrile Figur eines Diabelli (1781-1858), der schon genau weiß, wovon er spricht und was dem Geschäft dienlich ist, gibt Ralph Morgenstern in ganz köstlicher und passend kostümierter Persönlichkeit, die uns an Salieri-Darstellungen erinnert... Neben der Historie also die modernen Forscherinnen und auch die modernen Konflikte zwischen Katharina Brandt, die zuerst Wissenschaftlerin und dann, nahezu ohne Verständnis auch Mutter einer erwachsenen Tochter ist, die an deren Ansprüchen schier verzweifelt. Sie sind sich sehr fern in ihrer Lebens- und Arbeitsauffassung. Rosel Zech trägt die Rolle mit Energie und Hingabe, später mit Würde und neuem Verständnis für den Lebensplan der Tochter Clara, die Anne Berg mit verzweifelter Distanz und zurückgehaltener Trauer spielt. Ein schmerzlicher Tanz um das Leben ihrer Mutter lässt sie auch gegenüber dem einfühlsamen Krankenpfleger Mike, der ihre Mutter betreut und sich in die Tochter verliebt, zunächst distanziert bleiben. Fazit:
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